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Großer Chor und Frauenchor der Universität Bremen

Der große Chor der Universität wurde für die Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana” im Februar 2003 von der Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß gegründet. Das seitdem erarbeitete Repertoire umfasst zahlreiche Werke für Chor und Orchester, die gemeinsam mit dem Orchester der Universität Bremen aufgeführt wurden. Es beginnt mit Werken des 19. Jahrhunderts: dem Requiem von Brahms, dem Requiem von Fauré, dem Te Deum von Bruckner und Coleridge-Taylors „The Song of Hiawatha“. Ein Schwerpunkt liegt auf Werken der 1920er und 1930er Jahre mit Szymanowskis Stabat Mater, Spolianskys Kabarett-Oper „Rufen Sie Herrn Plim“, Weills „Der Weg der Verheißung“ und Tippetts „A Child of Our Time“; es reicht bis in die Gegenwart zum „Queenklassical“ der Band MerQury, zu Paul McCartneys „Liverpool Oratorio“ und zur deutschen Erstaufführung von Philip Glass‘ „Itaipu“.

Parallel dazu hat sich der Chor seit 2006 ein Repertoire an internationalen Liedern erarbeitet. Dies liegt nahe, weil die Universität Bremen viele internationale Kontakte pflegt, entspricht aber gleichzeitig dem Bedürfnis des Chores, zusätzlich zu den großen Werken mit Orchester auch spontan jederzeit gemeinsam Lieder singen zu können. Schon 2006 hat der Chor im Rahmen eines Projektes unter dem Titel „Sing along with friends“, das sich besonders an internationale Studierende der Universität Bremen richtete, osteuropäische und deutsche Lieder gelernt. 2008 war der Chor der University of Namibia in Bremen zu Gast und der Chor der Universität Bremen zum Gegenbesuch in Namibia. 2009 ist der Chor vom klassischen Kammerchor der Istanbuler Boğaziçi-Universität in Bremen besucht worden und hat den Besuch 2010 erwidert. 2011 hat der Chor den Chor „Dnipro“ von der Taras Schevchenko Universität Kiew (Ukraine) in Bremen empfangen und hat selbst im Herbst 2011 mit Unterstützung des Goethe-Instituts eine zehntägige Konzertreise durch die Ukraine mit Stationen in Lviv (Lemberg), Kiew und Odessa unternommen. Im Zusammenhang mit diesen Reisen hat der Chor zahlreiche afrikanische, türkische und ukrainische Lieder gelernt.

Der Chor besteht aus Studierenden, MitarbeiterInnen der Universität und im Laufe der Zeit hinzugekommenen FreundInnen. Die Mitgliederzahl pendelt zwischen 85 und 100; an den Reisen hat jeweils etwa die Hälfte davon teilgenommen. Im Juni 2010 wurde ein Konzert in der Universität Bremen mit dem in den letzten vier Jahren entstandenen Repertoire an internationalen Liedern mitgeschnitten und ist als CD unter dem Titel „Sing along with friends 2010“ bei Starfish Music erschienen. Die CD ist erhältlich in der Mensa und in der Pressestelle der Universität, bei Musikalien Thein, bei Amazon etc. und bei allen Konzerten des Chores.

Für die Aufführung von Einhorns „The Origin“ gründete Susanne Gläß im Frühjahr 2011 den Frauenchor der Universität mit 30 Mitgliedern, von denen die meisten aktive oder ehemalige Mitglieder des großen Chores der Universität sind. Die von Einhorn an einigen Stellen des Werks verlangte bulgarische Singtechnik mit ihrer speziellen Klangfarbe erlernte der Frauenchor im April 2011 in einem intensiven Workshop vom bulgarischen Frauenchores „Tvetnica“ aus Varna.